02.04.2024 | Vanessa Hartmann | Lesedauer 3 Min
netGoose - IT News

ChatGPT führt Memory-Funktion ein

Kaum eine andere Technologie entwickelt sich derzeit mit einer derart rasanten Geschwindigkeit wie Künstliche Intelligenzen.

Erst kürzlich stellte das Unternehmen OpenAI eine Memory-Funktion für die KI ChatGPT vor. Damit soll sich die Künstliche Intelligenz an bereits vergangene Gespräche erinnern und diese Daten in die Ausgabe neuer Antworten mit einbeziehen.

Neben neuen und verbesserten Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus der Entwicklung auch zahlreiche Bedenken bezüglich des Datenschutzes. Wir haben daher einmal die Vor- und Nachteile der neuen Funktion für Dich zusammengefasst.

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Pixabay

Wie funktioniert das Memory-Feature genau?

ChatGPT speichert relevante Informationen aus den Gesprächen, die es als wichtig erachtet. Dies können persönliche Details wie Wohnort, Alter, Sprachen, aber auch Präferenzen hinsichtlich des Gesprächstons oder bestimmte Anweisungen, die der Benutzer dem Chatbot gibt, sein.

Die abgespeicherten Informationen werden bei erneuter Benutzung mit einbezogen. Dadurch soll die KI möglichst persönliche und individuelle Antworten geben können.

Die gespeicherten Informationen können allerdings jederzeit abgerufen und kontrolliert werden. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, die Memory-Funktion zu deaktivieren oder ChatGPT explizit anzuweisen, bestimmte Informationen nicht zu speichern.

Für Unternehmen und Teams, die ChatGPT im Arbeitskontext nutzen, könnte das Memory-Feature eine Zeit- und Aufwandsersparnis bedeuten. Durch die automatisierte Erinnerung an bestimmte Details und Präferenzen könnten Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden.

Welche Risiken sind hinsichtlich des Datenschutzes zu erwarten?

Ähnlich wie bei anderen KI-Tools wie Google's Gemini (ehemals Bard) werden Informationen über die Benutzer gesammelt und gespeichert.

Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass neben den für Werbezwecke und Personalisierung gespeicherten Daten auch die Gefahr des Missbrauchs oder der Offenlegung personenbezogener Informationen besteht.

Wir raten Dir daher, vertrauliche Informationen zu Deiner Person oder Firmeninterna nicht mit ChatGPT oder einer anderen KI zu verwenden, auch wenn OpenAI selbst angibt, sensible Daten, wie solche zur Gesundheit, nicht zu erfassen.

Auch stellt das Unternehmen klar, dass die Nutzung der Funktion im Einklang mit den aktuell geltenden Datenschutzbestimmungen steht und die Privatsphäre der Benutzer gewahrt bleibt.

Fazit: Die Einführung des Memory-Features markiert einen weiteren Schritt in der Evolution von ChatGPT und anderen KI-Tools. Während diese Technologien zweifellos viele Vorteile bieten, sollten wir uns auch bewusst sein, dass sie mit Datenschutzrisiken verbunden sind.

Wie stehst Du zur neuen Memory-Funktion? Lass uns gerne Deine Einschätzung dazu wissen!

Eure Vanessa von netGoose