27.12.2023 | Vanessa Hartmann | Lesedauer 5 Min
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Cybersicherheitsmonitor 2023: Erkenntnisse des BSI zur aktuellen Bedrohungslage

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat auch in diesem Jahr wieder Zahlen und Fakten aus der Bürgerbefragung zur Cybersicherheit veröffentlicht. Der Cybersicherheitsmonitor 2023 liefert demnach einen alarmierenden Einblick in die fortschreitende Bedrohung durch Cyberkriminalität in Deutschland. Wir haben den Bericht für Dich zusammengefasst und erläutern, um welche Kernthemen es in diesem Jahr konkret geht und welche Schlussfolgerungen sich daraus ergeben.

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Vom 5. bis zum 13. Juni 2023 führte das BSI eine Studie zum Informations- und Schutzverhalten der Bevölkerung im Bereich IT-Sicherheit durch. Rund 3.000 Personen ab 16 Jahren nahmen an dieser Befragung teil. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass trotz der allgemeinen Angst vor finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität weniger als 20 % der Teilnehmer tatsächlich Opfer betrügerischer Aktivitäten in den letzten zwölf Monaten wurden.

Demnach scheint eine große Diskrepanz zwischen der allgemeinen Furcht vor Cyberangriffen und dem tatsächlichen Auftreten von finanziellen Verlusten zu bestehen. Der höchste gemeldete Einzelschaden durch Datendiebstahl betrug 40.000 Euro, wobei im Durchschnitt Betroffene 2.494 Euro verloren.

Insbesondere im Bereich des Online-Bankings wird die Cybersicherheit von 87 Prozent der Nutzer als wichtig erachtet, während beim Online-Shopping nur 68 Prozent der Befragten dies als relevant empfinden, obwohl auch hier sensible Daten übermittelt werden. Dies deutet darauf hin, dass das Bewusstsein für Risiken in verschiedenen Online-Bereichen variabel ausgeprägt ist. Auch unterscheidet sich das Sicherheitsbewusstsein verschiedener Altersgruppen in unterschiedlichen Bereichen. Personen in der jüngsten Altersgruppe (16-22-Jährige) gaben an, die Sicherheitsvorkehrungen bei genutzten Anwendungen wie beispielsweise Lernplattformen oder Online-Gaming am wenigsten zu beachten.

Insgesamt geht aus den erhobenen Daten des BSI hervor, dass rund ein Fünftel der Befragten trotz zunehmender Cyberkriminalität nicht ausreichend über die Gefahren und Schutzmöglichkeiten informiert ist.

Besorgniserregend ist zudem die steigende Bedrohung durch Künstliche Intelligenz (KI) im Bereich der Cyberkriminalität. Obwohl die Mehrheit der Befragten von KI gehört hat, kennt nur etwa die Hälfte die gängigen Gefahren hinter Künstlichen Intelligenzen. Die Verwendung von KI zur Erzeugung gefälschter Stimmen in Schockanrufen ist den meisten bekannt, andere Methoden wie die Manipulation von Bildern und Videos mit KI-basierter Technologie waren den Teilnehmern wenig vertraut.

Auf die Frage nach dem persönlichen Schutz vor Cyberangriffen gaben die Befragten an, hauptsächlich auf Virenschutzprogramme, sichere Passwörter, aktuelle Firewalls und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu setzen. Dennoch hat etwa ein Fünftel trotz dieser Maßnahmen direkte finanzielle Verluste durch Cyberkriminalität erlitten. Besonders beängstigend ist, dass 80 Prozent der tatsächlich von Cyberkriminalität Betroffenen angaben, nichts gegen den entstandenen Schaden unternehmen zu können.

Die BSI-Präsidentin Claudia Plattner betont angesichts der Ergebnisse die Dringlichkeit, die Bürgerinnen und Bürger im digitalen Verbraucherschutz umfassend aufzuklären und konkrete Schutzmaßnahmen zu vermitteln. Der Cybersicherheitsmonitor 2023 verdeutlicht explizit die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung, um der wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminalität und KI-gestützte Betrugsmaschen effektiv entgegenzuwirken.

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