05.06.2023 | Vanessa Hartmann | Lesedauer 3 Min
netGoose - IT-Sicherheit

Vulnerability Management - Die Suche nach der Schwachstelle

Laut Schätzungen des Branchenverbandes der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche „Bitkom“ entsteht durch Cyberangriffe jährlich ein Schaden in Höhe von rund 103 Mrd. Euro. Um Ausfallzeiten der Systeme zu minimieren, Erpressungsversuche abzuwehren und sensible Geschäftsdaten zu schützen, ist Vulnerability Management (dt. Schwachstellenverwaltung) entscheidend. netGoose verrät, was sich genau dahinter verbirgt.

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Was ist Vulnerability Management und wie funktioniert es?

Vulnerability Management ist ein wichtiger Bestandteil der IT-Sicherheit von Unternehmen. Es bezieht sich auf den Prozess, Schwachstellen in der IT-Infrastruktur zu identifizieren, zu bewerten und zu beheben, um die Sicherheit der IT-Systeme zu verbessern. Durch die Identifizierung und Behebung von Schwachstellen können Unternehmen potenzielle Angriffsvektoren reduzieren und ihre Systeme vor Cyberangriffen schützen. Um das Konzept des Vulnerability Managements besser zu verstehen, ist es wichtig, zwischen Schwachstelle, Risiko und Bedrohung zu unterscheiden. Eine Schwachstelle ist eine Schwäche oder eine Sicherheitslücke bei einem Asset oder einer Gruppe von Assets, die von einer oder mehreren Bedrohungen ausgenutzt werden kann. Eine Bedrohung hingegen ist ein Element, das eine Schwachstelle ausnutzen kann, während ein Risiko das Ereignis beschreibt, das eintritt, wenn eine Bedrohung eine Schwachstelle ausnutzen könnte. Die Einstufung und Kategorisierung von Schwachstellen erfolgt häufig mithilfe des Common Vulnerability Scoring Systems (CVSS), einem Branchenstandard zur Bewertung der Schwere von Software-Schwachstellen. Die Skala reicht von 0,0 bis 10,0, wobei 10,0 das höchste Sicherheitsrisiko darstellt.

Was gibt es bei der Implementierung zu beachten?

Die Vorbereitung der Schwachstellenverwaltung umfasst mehrere Schritte. Zunächst gilt es, den Umfang des Programms zu bestimmen und die Rollen und Verantwortlichkeiten festzulegen. Anschließend werden Tools zur Schwachstellenbewertung ausgewählt und Richtlinien sowie Service Level Agreements (SLAs) erstellt und optimiert. Die eigentliche Schwachstellenverwaltung durchläuft einen Lebenszyklus mit fünf Phasen: Bewertung, Priorisierung, Handeln, Neubewertung und Verbesserung. Zunächst werden vorhandene Ressourcen, Prozesse und Anwendungen bewertet und analysiert, um Schwachstellen aufzudecken. Anschließend werden die Schwachstellen nach ihrer Bedeutung priorisiert, um effektive Maßnahmen zur Behebung zu ergreifen. Nach der Umsetzung dieser erfolgt eine erneute Bewertung, um die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zu überprüfen. Eine umfassende Schwachstellenverwaltung umfasst nicht nur die Überprüfung auf Schwachstellen, sondern auch die Erkennung von Anomalien im System. Wichtige Tools in diesem Zusammenhang sind Antiviren-Software, Penetrationstests für Firewall-Logins und Netzwerke sowie SIEM-Lösungen. Zudem sollte das eingesetzte Tool Schwachstellen zeitnah erkennen, um eine sofortige Behebung zu ermöglichen. Lösungen, die auf einem minimalisierten Agenten basieren, sind besonders empfehlenswert, da sie aufgrund ihres geringen Speicherbedarfs den Geschäftsverkehr kaum beeinträchtigen.

Sicherst Du Deine IT-Infrastruktur bereits mit einem Vulnerability Management-Tool ab? Lass es uns gerne wissen!

Eure Vanessa von netGoose

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