Wir entwickeln uns stetig weiter – aus diesem Grund haben wir auch unsere Kapazitäten durch neue AMD-Server in Augsburg erweitert. Warum wir uns für AMD entschieden haben? – Wir verraten es Dir!

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Viele Fauxpas und Fehlentscheidungen musste der Chiphersteller Advanced Micro Devices (kurz AMD) in der Vergangenheit einstecken.
Das 1969 ursprünglich als Sanders Association gegründete Unternehmen verschrieb sich schon damals der Herstellung von Speicherchips und Prozessoren. Die beiden Gründer Jerry Sanders und Ed Turney setzten auf den Nachbau bereits existierender Prozessoren, welche sie anschließend günstiger auf den Markt brachten. Die Lizenzen dafür erwarben sie von Halbleiterhersteller Intel.
Die Verkaufsstrategie ging zunächst auf, war aber langfristig nicht zielführend. Die ersten eigenen Architekturen, die von AMD auf den Markt gebracht wurden, waren denen von Mitbewerber Intel leistungstechnisch deutlich unterlegen.
Den ersten Erfolg mit eigener Entwicklung erzielte AMD dann mit dem 1999 vorgestellten AMD Athlon Prozessor, der vergleichsweise leistungsstark zu den Intel-Prozessoren war, allerdings günstiger verkauft wurde.
Nach der Übernahme von ATI im Jahr 2006 gelang es AMD nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer hohen Kaufpreiszahlung, CPUs und GPUs zu fusionieren. Aus diesem Zusammenschluss heraus entwickelte sich die sogenannte APU (Accelerated Processing Unit). Mitte der 2000er dann der Wechsel von Athlon auf Phenom - eine neue Generation an CPUs, welche den Erwartungen und Anforderungen der Kunden jedoch kaum gerecht werden konnte. Viele Abnehmer stiegen daraufhin zu den unverkennbar leistungsstärkeren Geräten der Konkurrenz um.
Mit neubesetzter Vorstandschaft brachte das Unternehmen 2017 mit der „Zen“-Architektur und den Ryzen- sowie Epyc- Prozessoren neue CPUs in den Umlauf. Die Erneuerung basiert auf preiswerten Mehrkernprozessoren, die durch ihre Interprozesskommunikation (IPC), erhöhter Taktfrequenz und passender Software punkten können – nicht zuletzt auch, weil Konkurrent Intel mit den Cores dahingehen schwächelt.
AMD selbst wirbt auf seiner Homepage mit verbesserter Rechenleistung und erhöhter Energieeffizienz. Bis 2025 sollen die von AMD herausgebrachten CPUs ihren Energieverbrauch pro Rechenoperation um 97% senken. Die „Zen“-Architektur stellt zudem verschiedene Sicherheitsfunktionen bereit, die die Arbeit mit diversen Workloads sicher machen und den Schutz sensibler und vertraulicher Daten gewährleisten sollen.
Ein spannender Umbruch, der uns dazu veranlasst hat, die neue Architektur von AMD dann doch mal auszuprobieren und zu testen, ob die Server auch halten, was sie versprechen.
Um auch weiterhin Euren Ansprüchen an uns gerecht zu werden, haben wir unsere Rechenkapazitäten durch ein zusätzliches Cluster mit vier Hosts erweitert.
Für die technikversierten unter Euch bedeutet das: jeder dieser Hosts besitzt einen leistungsstarken AMD EPYC 7402P CPUs mit 24 Cores und 48 Threads. Die CPU bietet darüber hinaus eine maximale Taktrate von bis zu 3,35 GHz und einer maximalen Speichertaktfrequenz von bis zu 3200 MHz. Die Hosts sind ausgestattet mit je 1TB RAM und leistungsorientierten All-Flash NVMe Storage-Disks mit 50 TB.
Alle vier Hosts bieten dem Cluster somit 96 Cores, 192 Threads, 4 TB Ram und eine Festplattenkapazität von nutzbaren 100 TB, wodurch datenintensives Arbeiten ermöglicht wird.
Bisher läuft das Cluster auch unter großer Last sehr zuverlässig und performant. Wir sind gespannt, wie sich das neu verbaute Cluster in Zukunft bewähren wird.
Was denkst Du über die CPUs von AMD und hast Du schon Erfahrung damit gemacht? Lass es uns gerne wissen und scheue Dich nicht, uns bei etwaigen Fragen zu kontaktieren.
Eure Vanessa von netGoose