Was steckt genau hinter der Ransomware LockBit?
Ransomware, auch bekannt als Krypto-Virus, zielen darauf ab, verschlüsselte Daten gegen eine hohe Lösegeldzahlung wieder zugänglich zu machen. Eine der gefährlichsten Ransomware-Varianten ist LockBit, die früher unter dem Namen "ABCD" bekannt war. Im Laufe der letzten Jahre hat sich LockBit zu einer einzigartigen Bedrohung entwickelt.
Die ersten Angriffe auf Basis von LockBit traten im September 2019 auf. Damals waren vor allem Organisationen in den Vereinigten Staaten, China, Indien, Indonesien und der Ukraine betroffen. Es gab aber auch Angriffe in verschiedenen europäischen Ländern wie Frankreich,
Großbritannien und Deutschland.
Die Gruppe hinter LockBit wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als aktuell größte Ransomware-Bedrohung weltweit eingeschätzt. Verschiedene Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt sind bereits Opfer von LockBit-Angriffen geworden, wobei der finanzielle Schaden hierbei in die Millionen geht. Besonders ins Visier genommen werden Unternehmen, die durch den Angriff stark beeinträchtigt werden und bereit sind, hohe Lösegeldsummen zu zahlen.
Das BSI hat zusammen mit IT-Sicherheitsbehörden aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Neuseeland die LockBit-Ransomware-Gruppierung untersucht. Laut dem Vizepräsidenten des BSI, Gerhard Schabhüser, stellen Ransomware „weiterhin die größte Cyber-Bedrohung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dar“.
Wie wird LockBit eingesetzt?
Die Malware wird als Ransomware-as-a-Service (RaaS) angeboten. Die Kriminellen hinter LockBit stellen anderen Cyber-Kriminellen, den sogenannten Affiliates, die Ransomware zur Verfügung, die dann die eigentlichen Angriffe durchführen. Die Lösegeldzahlungen werden zwischen dem LockBit-Entwicklerteam und den Angreifern aufgeteilt, wobei LockBit selbst den weitaus größten Anteil einbehält.
LockBit-Ransomeware zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich selbstständig innerhalb eines Netzwerks verbreiten und ähnliche Tools wie Windows Powershell und Server Message Block (SMB) nutzen. Die Schadsoftware versteckt die ausführbare Verschlüsselungsdatei sogar im gängigen PNG-Bildformat, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.
Wie kannst Du Dich vor LockBit schützen?
Um sich vor LockBit-Angriffen zu schützen, ist es wichtig, sichere Passwörter zu verwenden. Wähle daher längere, variationsreiche Zeichenketten und erstelle eigene Regeln für Passphrasen, um die Sicherheit Deiner Passwörter zu erhöhen.
Außerdem empfiehlt sich, die Multifaktor-Authentifizierung zu aktivieren und Benutzerkontenberechtigungen zu überprüfen. Systemadministratoren sollten hierbei den Zugriff auf sensible Informationen beschränken, indem sie die Zugriffsebenen von Endpoint-Nutzern und IT-Konten mit Administratorrechten strenger kontrollieren. Zudem sollten Webdomänen, Kollaborationsplattformen, Meeting-Services und Unternehmensdatenbanken bestmöglich geschützt sein.
Es ist auch ratsam, veraltete Benutzerkonten zu entfernen und regelmäßige Backups und saubere Images zu erstellen.
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Eure Vanessa von netGoose